14. Donausalon: Welche Auswirkungen haben Zu- und Abwanderung auf die Region Timișoara?

7. Oktober 2022, 18 bis 20 Uhr im Donaubüro Ulm/Neu-Ulm

»Manche sagen, es versteckt sich im Geruch der Akazien im sommerlichen Timişoara oder im staubigen Schatten im Kinderzimmer des Elternhauses. Manche sagen, es versteckt sich tief in einem selbst oder im Klingelton von Skype. Manche sagen, es versteckt sich im Humor der Landsleute oder in der Antwort auf die Frage, wo man begraben werden will.« – Aus dem Projekt „Homing“ von Andrea Wolfer und Ema Staicut

Im Zentrum des 14. Donausalons steht die Stadt und Region Temeswar in Rumänien. Auch sie ist, wie Novi Sad 2022, europäische Kulturhauptstadt 2023 und gilt als multiethnisches, multireligiöses und vor allem multikulturelles Zentrum Rumäniens. Von ihr ging 1989 die rumänische Revolution gegen die kommunistische Diktatur Ceausescus aus. Die Proklamation von Temeswar ist als erstes Dokument zur Gründung eines demokratischen Rumäniens anzusehen. Vielleicht ist es gerade das, was die Stadt für Investoren aus dem Ausland interessant macht? Und dennoch sieht sich auch Temeswar mit dem allgemeinen Problem der Abwanderung konfrontiert.

Diesem Spannungsverhältnis und der daraus entstehenden Sehnsucht der Menschen nach Temeswar einerseits, und der Sehnsucht nach den Menschen, welche die Stadt verlassen haben, andererseits, versuchen wir beim diesjährigen Donausalon auf den Grund zu gehen.

Für das Gespräch auf dem Podium wurden Frau Lavinia Adamescu, als Vertreterin für die Sicht der Frauen und der Wirtschaft und der Direktor der rumänischen Oper Temeswar, Christian Rudik als Vertreter des Kulturlebens der Stadt eingeladen.

Der Donausalon bietet neben einer fundierten Einführung wieder die Möglichkeit, mit Fachleuten aus der betreffenden Region zu diskutieren und sich auszutauschen.

Eine künstlerische Performance zum Thema und ein kleiner kulinarischer Empfang runden das Programm des Abends ab.

Die Teilnahme ist kostenlos. Es gelten die allgemein gültigen Corona Hygienebestimmungen.

Ablauf:
18.00 Uhr: Eröffnung – Begrüßung
18.15 Uhr: Temeswar: Kommen – gehen – oder bleiben?
Performance von Ema Stăicuț und Andrea Wolfer aus dem HOMING Projekt
Ziel: Motive und Auswirkungen der Migration kennenlernen
18.30 Uhr: Diskussionsrunde und moderiertes Gespräch mit Experten aus der Region
Christian Rudik, Direktor der Temeswarer Staatsoper
Lavinia Adamescu, Projektmanagerin bei Softvision (Softwarehersteller) in Temeswar
Moderation: Annette Schmidt, SWR
19.15 Uhr: Diskussion mit Fragestellungen aus dem Publikum
19.50 Uhr: Schlusswort

Der Donausalon ist eine Kooperationsveranstaltung von:
Donaubüro Ulm/Neu-Ulm
Danube Networkers
Europäische Donau-Akademie
ILEU
Chancengleichheit und Vielfalt Ulm
Landeszentralle für politische Bildung BW
Kulturreferentin für den Donauraum
Universität Ulm
Donauschwäbisches Zentralmuseum
vh Ulm
ZAWIW