Lesung und Gespräch mit Hilde Link

Donnerstag, 16. Februar, 19 Uhr

In ihrem Roman, der in der Zwischenkriegszeit spielt, widmet sich Hilde Link einem heiklen Abschnitt der donauschwäbischen Geschichte. Es geht um Schuld und politische Verstrickung im scheinbar alltäglichen Miteinander in einem deutschen Dorf im serbischen Banat. Dieses Dorf heißt Rudolfsgnad und erlangt später traurige Berühmtheit als todbringendes Internierungslager für deutsche Zivilisten.

Hilde Links „Weltreisende“ sind junge Leute, die zum Studium an deutsche und österreichische Universitäten gehen und als begeisterte Nationalsozialisten zurückkehren. Seit Ende der 1920er Jahre säen sie unter dem Namen „Erneuerer“ Hass und Zwietracht in donauschwäbischen Siedlungsgebieten. Im Roman, der auf Zeitzeugen-Berichten basiert, geht es um die Geschichte zweier Freunde und eines jüdischen Mädchens, die in den Sog der politisch organisierten Gewalt geraten.

Hilde Link ist Ethnologin und lehrt an Universitäten in Berlin, München, Lugano und Indien.

Kooperation mit dem Donaubüro Ulm/Neu-Ulm und dem danube books Verlag

Eintritt: 5,- Euro