Schwaben an der Donau

Filmvorführung und Buchpräsentation, Ort: Einstein Kultur, Einsteinstraße 42/Halle 2, München

04.12.18, Dienstag, 19:00 Uhr

Von deutschen Donauhäfen aus fuhren im 18. Jahrhundert regelmäßig Schiffe flussabwärts. Menschen, die sich im südöstlichen Mitteleuropa eine bessere Zukunft versprachen, ließen sich einschiffen. Die meisten stammten aus den südwestlichen Ländern des Heiligen Römischen Reichs Deutscher Nation. Ihr Ziel war das Königreich Ungarn. Die Einwanderer nannte man unabhängig von ihrer Herkunft »Schwaben«. Nach 1918 gehörten diese nun »Donauschwaben« genannten Gruppen drei verschiedenen Staaten an. Ab 1944 verloren Hunderttausende durch Flucht, Vertreibung und Deportation ihr Zuhause, Tausende ihr Leben. Ein Großteil fand in Süddeutschland Zuflucht. Die Verbliebenen bilden heute aktive deutsche Minderheiten in ihren Heimatstaaten.

Eine Buchpublikation widmet sich diesem Kapitel europäischer Migrationsgeschichte und ein Film gewährt Einblick in das heutige Leben von vier Zeitzeugen „donauschschwäbischer“ Herkunft

Filmvorführung & Buchpräsentation mit anschließendem Gespräch
Mitwirkende:
Dr. Gerhard Seewann, Historiker, Autor
Christian Glass, Direktor des Donauschwäbischen Zentralmuseums Ulm
Dr. Ingeborg Szöllösi, Südosteuropa-Referentin des Deutschen Kulturforums
östliches Europa, Potsdam

Eintritt frei

Eine Veranstaltung des Deutschen Kulturforums östliches Europa, Potsdam, und des Donauschwäbischen Zentralmuseums, Ulm, in Zusammenarbeit mit dem Institut für deutsche Kultur und Geschichte Südosteuropas an der Ludwig-Maximilians-Universität München sowie der Landsmannschaft der Banater Schwaben.