HINTER.WELT

Theaterstück

28.02.16, Sonntag, 19:30 Uhr

Sie werden schon immer und überall, in allen möglichen Formen errichtet – Denkmäler. Früher eher heroisch, riesig bis monströs. Heute mehr kühl, abstrakt oder quadratisch, praktisch, gut. Letzteres zeichnet die Stolpersteine aus, die jetzt auch in Ulm verlegt wurden. So ist ein internationales Denkmalmosaik für Verschleppte und Ermordete während des Dritten Reiches entstanden.

„Denk mal!“, sagt das Denkmal. Denk nach über Helden und Ver­brechen aus vergangener Zeit. Denk nach, in der Hoffnung, dass es dich zu einem besseren Menschen macht. Aber funktioniert das? Wollen und können wir Menschen uns auf solche Weise weiterent­wickeln? Oder sind diese Erinnerungsbauten mehr ein Versuch, das schlechte Gewissen zu erleichtern und bleiben eine leere Ritualisierung?

Das Mehrgenerationen-Recherche-Projekt hat unter Leitung der Schauspielerin Renate Steinle hinter die Kulissen geschaut, geforscht, gefragt und herausgefunden. Dabei entwickelte sich ein Theaterstück um die zentrale Frage: Wieviel Vergangenheit ist ­nötig, um in der Gegenwart eine bessere Zukunft zu gestalten?

Kooperation mit dem Theater Ulm

Eintritt: 8 Euro/ermäßigt 6 Euro