1919 – Friedensverträge ohne Befriedung

Expertengespräch

10.10.19, Donnerstag, 19:00 Uhr

1919 – Kein Frieden nach dem großen Krieg
Während in Mittel- und Westeuropa seit November 1918 Frieden herrschte, kam es im Osten Europas weiterhin zu heftigen Auseinandersetzungen. Die territoriale Neuordnung der Siegermächte, Autonomieforderungen von Minderheiten und deren Verweigerung führten im südöstlichen Europa zu Spannungen, deren Folgen bis in die Gegenwart spürbar sind. Drei Veranstaltungen im Donauschwäbischen Zentralmuseum beleuchten diese Zeit.

2. Veranstaltung am Donnerstag, 10. Oktober um 19 Uhr
Friedensverträge ohne Befriedung
Expertengespräch

Am 20. Juni 1920 wurde im Schloss Grand Trianon bei Paris der Vertrag über die Neuordnung der untergegangenen Donaumonarchie unterschrieben. Ungarn, das zwei Drittel seines Staatsgebietes verlor, protestierte, musste den Vertrag aber akzeptieren. Bis heute wirkt das „Diktat von Trianon“ nach, nicht nur in Ungarn. Dabei gab es Alternativen, etwa die Idee einer Donaukonföderation oder eines gemeinsamen Mitteleuropas. Was wurde aus dem Selbstbestimmungsrecht der Völker und dem Minderheitenschutz nach dem Ersten Weltkrieg?

Eine Expertenrunde von Historikern analysiert die Friedensverträge, die keinen Frieden brachten. Mit Prof. Dr. Roman Holec, Comenius-Universität, Bratislava, und Dr. Iván Bertényi, Direktor des Historischen Instituts am Collegium Hungaricum, Wien. Moderation: Prof. Dr. Márta Fata, Tübingen.

In Kooperation mit dem Institut für donauschwäbische Geschichte und Landeskunde in Tübingen und der vh Ulm

Eintritt frei

1. Veranstaltung am Donnerstag, 26. September um 19 Uhr
Galizien und Lemberg: Einblicke in die Gegenwart der Vergangenheit
Lesung und Expertengespräch

3. Veranstaltung am Freitag, 11. Oktober und Samstag, 12. Oktober um 19 Uhr
Clausewitz reloaded – nach dem Krieg ist vor dem Krieg
Zwei Theaterabende im Museum