Vinkovci – Schnittpunkt der Kulturen

8.000 Jahre Geschichte aus Kroatien

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SoA_Logo Stadtmuseum Vinkovci

Vinkovci (dt. Winkowzi), eine Stadt im Osten Kroatiens mit rund 35.000 Einwohnern, zeigt seine Schätze nicht auf den ersten Blick. Eine typisch pannonische Stadt, die sich an die Ufer des gemächlich fließenden Bosut schmiegt. Langweilig? Von wegen! Das Besondere der Stadt liegt in ihrem Erdreich. Archäologen bergen hier Zeugnisse längst vergangener Kulturen mit so fremd klingenden Namen wie Sopot-, Vučedol- oder Belegiš-Kultur. Aber auch Vertreter hierzulande bekannter Kulturen, der Badener- und Latènekultur, waren am Ufer des Bosut zuhause. In und um Vinkovci siedeln seit 8.000 Jahren kontinuierlich Menschen – das können nicht viele Städte in Europa von sich behaupten.

Das Donauschwäbische Zentralmuseum stellt erstmals seine Räume für die Gastausstellung eines Partnermuseums zur Verfügung. Das Stadtmuseum Vinkovci präsentiert sich in Ulm mit rund 50 Originalexponaten und zahlreichen Repliken aus seiner Sammlung. Darunter ein Gefäß aus der Kupferzeit, verziert mit geheimnisvollen Symbolen. Vielleicht ein früher Kalender? Die Exponate erzählen von den ersten Ackerbauern in Südosteuropa, vom Alltag in der römischen Colonia Aurelia Cibalae und von der Besiedlung durch Slawen im frühen Mittelalter. In Vinkovci finden sich auch Spuren aus der Zeit der Türkenkriege und Zeugnisse von der deutschen Bevölkerung, die seit dem 18. Jahrhundert bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges hier lebte.