Fremde Heimat

Das Lager Schlotwiese nach 1945

01.02.0201.04.02 

Zehn Jahre nach Ende des Zweiten Weltkrieges zählt man in der Bundesrepublik noch mehr als 1900 Wohnlager. In ihnen leben über eine Viertel Million Flüchtlinge und Vertriebene. In jedem Landkreis und in fast jeder Gemeinde gibt es nach 1945 Wohnlager, in denen die aus Ost-Mitteleuropa geflüchteten und vertriebenen Deutschen notdürftig untergebracht sind.

Das Flüchtlingslager auf der Schlotwiese in Stuttgart-Zuffenhausen mit seinen über 1200 Insassen ist eines dieser Lager. Die Menschen sind Volksdeutsche aus den Grenzgebiet zwischen Jugoslawien, Kroatien und Ungarn. Sie werden am Ende des Zweiten Weltkrieges evakuiert, vertrieben oder sie sind gezwungen zu flüchten. Im Lager entsteht eine funktionierende Flüchtlingsgemeinde mit Handwerksbetrieben und Läden, mit einem Kindergarten, einer Schule und einer Kirche.

Die Ausstellung ist ein Gang durch die Geschichte der Lagerbewohner. Sie kommen in der Ausstellung hörbar zu Wort und erzählen ihre Eingliederungsgeschichte.