Aspekte des ungarischen Historismus

Deutsch-ungarische Wechselbeziehungen in der Architektur

21.11.0815.02.09 

In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts bedienten sich Künstler und Architekten historischer Kunststile und schufen so die Epoche des Historismus.

Die Fotoausstellung mit Fotos von József Hajdú (Budapest) und Mathias Marx (Potsdam) zeigt Beispiele historistischer Baukunst in Ungarn, vor allem in Budapest, das im letzten Drittel des 19. Jahrhunderts zur Hauptstadt wurde. Binnen kurzem entwickelte es sich zu einer modernen Großstadt. Die Pracht der neu errichteten Gebäude spiegelt das Selbstbewusstsein des städtischen Bürgertums wider, zeigt aber auch das Streben der Ungarn nach Unabhängigkeit und Modernisierung.

In dieser Aufbruchsphase spielten deutsch-ungarische Kulturkontakte eine prägende Rolle. Viele ungarische Architekten studierten an deutschen Hochschulen und führten den neuen Baustil in ihrer Heimat ein. Ebenso übernahmen deutsche Architekten große Bauprojekte in Ungarn; so ist die Ungarische Akademie der Wissenschaften ein Werk des Berliner Schinkel-Schülers Friedrich August Stüler.