Migration im Donauraum

Die Ansiedlung der Deutschen im 18. Jahrhundert

Baden-Württemberg gilt heute als Zuwanderungsland. Doch vor 300 Jahren wanderten die Menschen aus dem deutschen Südwesten aus, weil sie hier keine Zukunft sahen. 1712 wagten die ersten Familien auf Ulmer Schachteln die Reise auf der Donau nach Ungarn, um sich dort ein neues Leben aufzubauen. Im Gepäck hatten sie auch die Kultur ihrer Herkunftsgebiete. Durch den jahrhundertelangen Austausch zwischen den Auswanderern, die man in Ungarn „Schwaben“ nannte (egal woher sie kamen), und den Völkern Südosteuropas entstand eine neue Kultur – die der Donauschwaben. Neuere Forschungen korrigieren verbreitete Vorstellungen der Auswanderung, die stark von Stereotypen, Wunschdenken und Vorurteilen geprägt sind. Anhand von Objekten, Bildern und Dokumenten aus zehn Museen in vier Ländern vermittelt der Band ein vielschichtiges Bild des Auswanderungsprozesses.

Gefördert durch das Land Baden-Württemberg anlässlich des 60. Landesjubiläums sowie die Exekutivagentur für Bildung, Audiovisuelles und Kultur der Europäischen Kommission  

Rumänische Ausgabe: Migratia înspre spatiul Dunarean. Colonizarea germanilor în seculul al 18-lea ISBN: 978-606-8389-21-9

Angaben zum Buch

Hrsg. von Christian Glass, Ulm 2012 mit einer Einleitung von Gerhard Seewann
128 Seiten, zahlreiche Abbildungen
ISBN 978-3-88294-441-9
Preis 16,80 €