Licht und Klang

Jugendveranstaltung in Temeswar mit musikalischem/dramaturgischem Fokus

07.08.1712.08.17 

Im Sommer erwacht in der „Stadt des Lichts“ eine Veranstaltung zum Leben, die sich an Jugendliche aus den Donauländern (Baden-Württemberg, Bayern, Österreich, Tschechien, Slowakei, Ungarn, Kroatien, Serbien, Rumänien, Bulgarien, Ukraine) im Alter von 16 – 22 Jahren richtet. „Licht und Klang“ soll die Möglichkeit bieten, an einem internationalen Austausch teilzunehmen und grenzüberschreitend Kultur kennenzulernen. In Musikseminaren und Schauspielworkshops wird, angeleitet durch professionelle Musiker und Theaterpädagogen, Wissen über den Donauraum vermittelt. Ziel ist es, ein Theaterstück mit gemeinsamer Melodie zu erschaffen, das bei der Abschlussperformance präsentiert wird. Dabei soll sowohl ein kultureller, als auch ein persönlicher Austausch stattfinden.

Eine Tür öffnet, eine andere schließt sich: Das Konzept des Theaterstücks orientiert sich stark an verschiedenen Persönlichkeiten aus dem Donauraum, die nach und nach in der Gänze ihrer Diversität dargestellt werden. Von einer Banater Schwäbin aus Bakowa bis hin zu den Enkelkindern von deutschen Auswanderern in der Moderne, das Stück soll wie eine Zeitreise Einblick in die Geschichte der Figuren bieten und damit spielerisch die Kultur des Donauraums überliefern. Symbolisch als Verbindung und Grenze der dargestellten Biografien werden Türen und Tore Teil des Bühnenbilds sein.

Das Publikum wird eingeladen, jede Tür zu betreten und für eine kurze Zeit Teil des Lebens dahinter zu sein. Schlüsselaspekt ist hierfür die musikalische Untermalung, die von den Jugendlichen einstudiert wird. Fällt eine Tür ins Schloss, öffnet sich eine andere – die resultierende dramaturgische Wendung ist in der begleitenden Musik wiederzufinden.

Im Rahmen der Jugendarbeit im Donauraum bietet das Donaukreativcamp 2017 ca. 25 Jugendlichen aus den Donauländern (Baden-Württemberg, Bayern, Österreich, Tschechien, Slowakei, Ungarn, Kroatien, Serbien, Rumänien, Bulgarien, Ukraine) die Möglichkeit, an einem internationalen Austausch teilzunehmen. Dabei werden sich die Jugendlichen kennenlernen, Erfahrungen und Wissen austauschen und ihre jeweilige Heimat als Teil eines größeren Zusammenhangs begreifen lernen.

In Musikseminaren und Schauspielworkshops wird, angeleitet durch professionelle Musiker und Theaterpädagogen, Wissen über den Donauraum vermittelt. Dabei liegt der Fokus auf den musikalischen und literarischen Traditionen des Raumes, sowie auf den Austausch im Zuge dramaturgischer Aktivitäten. Immer wieder inspirierte die Donau in den letzten zwei Jahrhunderten Komponisten, Schriftsteller und Künstler, wie Johann Strauß oder Eduard Mörike. Auch in den Nationalhymnen zahlreicher Donauländer wird der Fluss erwähnt. Geschichte und Geschichten erzählt die Donau, was aber verkündet sie und wie empfinden Menschen an der Donau die Reise voll Literatur und Musik? Wie können diese Emotionen auf die Bühne gebracht werden? Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Camps beschäftigen sich unter diesem Motto unter Anleitung von Musik- und Theaterpädagogen und erschaffen eine eigene Inszenierung, inspiriert von Gedichten, Dramen und Harmonien zum Klang des Flusses.

Ziel ist, ein Theaterstück mit gemeinsamer Melodie zu erschaffen, das bei der Abschlussperformance präsentiert wird. Dabei soll sowohl kultureller, als auch persönlicher Austausch stattfinden. Im Mittelpunkt steht damit nicht nur die grenzüberschreitende Zusammenarbeit, sondern auch ein Lernen von- und miteinander. Hier zeigt sich, wie begeisterungsfähig und austauschfreudig die Jugendlichen untereinander sind und wie leicht Vorurteile und Schranken zwischen den Kulturen zunichte gemacht werden können. Dabei liegt den Workshops stets ein Konzept erprobter und anerkannter Pädagogik zu Grunde, das von den ausgebildeten Referenten in jeder Hinsicht ausgeführt wird. Die Jugendlichen können so eine völlig neue Sichtweise und ein neues Verständnis für die Kultur des Donauraums erwerben.

Eine Veranstaltung der Kulturreferentin für Südosteuropa am Donauschwäbischen Zentralmuseum Ulm
Kooperationspartner:
Demokratisches Forum der Banater Deutschen
Donaubüro Ulm/Neu-Ulm
Nikolaus Lenau Lyzeum
Deutsches Kulturzentrum
Regionalkoordination Rumänien, Ungarn, Serbien, Institut für Auslandsbeziehungen-Ifa