Junge Donaubrücken

in Wien

12.09.1616.09.16 

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Nach der erfolgreichen Veranstaltung in Temeswar und Wien in den Jahren 2013/14 wird das Thema erneut in einer weiteren Veranstaltung in Wien im Herbst 2016 aufgegriffen. Die jungen EuropäerInnen erhalten anlässlich eines einwöchigen Seminars in Wien die Möglichkeit, die EU-Donauraumstrategie kennen zu lernen und diesen Kulturraum als Symbol für Völkerverständigung sowie als politische und wirtschaftliche Zone der Zusammenarbeit zu begreifen. Im Mittelpunkt der Diskussionen stehen aber vor allem Fragen der aktuellen Migration in Europa. Einwanderung ist für die wirtschaftliche und demografische Zukunft der Europäischen Union unverzichtbar. Aber wie soll die EU mit Migration umgehen? Wie kann Europa von der Zuwanderung profitieren und gleichzeitig die Menschenrechte achten? In einer Art Planspiel diskutieren die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Veranstaltung unterschiedlichste Fragen der Migration. Was hat es mit uns zu tun, dass Flüchtlinge aus anderen Ländern zu uns kommen? Haben wir direkt oder indirekt mit ihrer Flucht zu tun? Das sind die zentralen Fragen, um die sich das Planspiel dreht. Bei einem ersten Brainstorming lernen die Teilnehmer durch gegenseitige Interviews sich ihren Partner aus den Donauländern und die Donauländer kennen. In einem zweiten Schritt werden Begrifflichkeiten wie: EU-Asylpolitik, Dubliner-Abkommen, Frontex (Schengenraum), Donauraumstrategie, Drittländer, sicheres Herkunftsland, Arbeitsmigranten, Zuwanderung, Migration, Asyl, Asylanten, Flüchtlinge geklärt.

Nach einem Vortrag von Kurt Puchinger zur Einführung in die Donauraumstrategie werden drei große Gruppen gebildet, die sich zu den Themen:
EU-Donauraumstrategie und Migration
EU-Donauraumstrategie und Arbeitsmigration (Zukunft für die Jugend)
EU-Donauraumstrategie und Integration oder Assimilation
zusammenfinden.

Ziel der nachfolgenden Diskussionen soll die Klärung verschiedener Fragen sein. Am Ende dieses Blocks wird ein EU-Donauparlament mit drei Fraktionen gegründet. Dieses Parlament versucht in der folgenden Zeit nach einem Konsens die drängendsten Fragen in Europa gemeinsam zu klären. Zwischengeschaltet werden eine kurze Theatersequenz zu einem Zwischenfall an der bayerisch-österreichischen Grenze sowie eine Pressekonferenz, bei der sich die Fraktionssprecher den Fragen der Journalisten stellen.

Die TeilnehmerInnen erfahren dabei selbständig wie Europapolitik tatsächlich funktioniert und wie viel Sachkompetenz, Argumentationskunst und Kompromissfähigkeit dabei gefragt ist. Inhaltlich orientiert sich das Projekt an der Kultur und der Geschichte des Donauraumes sowie an seinen Zukunftsperspektive und Visionen. Vermittelt werden daher in jugendgerechten Angeboten sowohl historisches Wissen, als auch Kenntnisse zur gegenwärtigen Lage in den Ländern Mittel- und Osteuropas. Als Projektträger arbeiten das Kulturreferat für Südosteuropa am Donauschwäbischen Zentralmuseum Ulm, das Donaubüro Ulm und Neu-Ulm, sowie die Magistratsdirektion – Geschäftsbereich Europa und Internationales Stadt Wien.