Junge Donaubrücken

Internationale Jugendveranstaltung in Wien, 15. – 20. September 2014

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Die EU-Strategie für den Donauraum und seine 115 Millionen Einwohner bietet die einzigartige Gelegenheit, grenzüberschreitende Zusammenarbeit zu fördern und die nachhaltige wirtschaftliche und kulturelle Entwicklung Zentral- und Osteuropas zu beschleunigen. In diesem Rahmen versuchte das Projekt Schülerinnen und Schüler aus den Donauländern vor allem für die politische Entwicklung Europas zu begeistern. Die Entwicklung des Donauraumes stand dabei im Vordergrund. Unter dem Motto „Junge Donaubrücken“ beschäftigten sich Schülerinnen und Schüler in Workshops mit der Europäischen Donauraumstrategie: Donauraumstrategie, Ökologie, Minderheiten, Kultur und Geschichte. Eine Veranstaltung in In Kooperation mit dem Magistrat der Stadt Wien, dem Donaubüro Ulm/Neu-Ulm und dem Collegium Hungaricum Wien.

Am 16. September 2014 2014 empfing der Erste Wiener Landtagspräsident, Harry Kopietz, 40 Jugendliche aus allen Donauländern im Wiener Rathaus. Die jungen EuropäerInnen erhalten anlässlich eines einwöchigen Seminars in Wien die Möglichkeit, die EU-Donauraumstrategie kennen zu lernen und diesen Kulturraum als Symbol für Völkerverständigung sowie als politische und wirtschaftliche Zone der Zusammenarbeit zu begreifen. Im Rahmen des Seminars schlüpfen die SchülerInnen für einige Tage in die Rolle von EuropapolitikerInnen und europäischen Großunternehmen und diskutieren in Ausschüssen sowie im Plenum über kontroverse Themen. Die TeilnehmerInnen erfahren dabei selbständig wie Europapolitik tatsächlich funktioniert und wie viel Sachkompetenz, Argumentationskunst und Kompromissfähigkeit dabei gefragt ist.

Wissen schafft internationales Denken

Inhaltlich orientiert sich das Projekt an der Kultur und der Geschichte des Donauraumes sowie an seinen Zukunftsperspektive und Visionen. Vermittelt werden daher in jugendgerechten Angeboten sowohl historisches Wissen, als auch Kenntnisse zur gegenwärtigen Lage in den Ländern Mittel- und Osteuropas. Thematisch orientieren sich die Angebote an den vier Säulen der Europäischen Donauraumstrategie: Anbindung des Donauraumes, Umweltschutz im Donauraum, Aufbau von Wohlstand und Stärkung des Donauraumes. Spannende Workshops werden zu Themen wie Ökologie, ethnische Minderheiten und europäisches Geschichtsbewusstsein angeboten.

Brücken bauen für die Zukunft

Der Donauraum ist eine zentrale europäische Entwicklungsachse der Zukunft und mit 115 Millionen EinwohnerInnen eine Makroregion, in der ein Fünftel der EU-Bevölkerung lebt. Die Sensibilisierung junger Menschen für die anstehenden Herausforderungen ist daher essentiell. Österreichs Vizekanzler a.D., Erhard Busek, wird sich daher in seinem Beitrag mit der gemeinsamen europäischen Identität im Donauraum auseinandersetzen. Als Projektträger fungiert das Kulturreferat für Südosteuropa am Donauschwäbischen Zentralmuseum Ulm, das Donaubüro Ulm und Neu-Ulm, das Collegium Hungaricum Hungaricum Wien sowie die Magistratsdirektion – Geschäftsbereich Europa und Internationales Stadt Wien.

Brücken bauen für Frieden und Zusammenarbeit: 40 Schülerinnen und Schüler aus verschiedenen Ländern der Donauregion kommen zur Friedenstag-Veranstaltung bei den Vereinten Nationen in Wien

Am 18. September 2014 wurde am Amtssitz der Vereinten Nationen in Wien zu Mittag die Friedensglocke geläutet. Sie rief Nationen auf der ganzen Welt auf, sich im Frieden zu vereinen. Der Internationale Friedenstag wird weltweit am 21. September 2014 begangen. „Das ist ein großer Tag im UNO-Kalender“, sagte Martin Nesirky, Amtierender Leiter des Informationsdiensts der Vereinten Nationen (UNIS) Wien bei der Begrüßung der Teilnehmer im Vienna International Centre (VIC). Vierzig Schülerinnen und Schüler aus mehreren Ländern der Donauregion (aus Ungarn, Österreich, der Slowakei, Slowenien, Rumänien, Serbien und der Ukraine) nahmen an der Veranstaltung zum Friedenstag teil und besuchten das Vienna International Centre im Rahmen des Projekts „Junge Donaubrücken“. Das Ziel dieser Initiative ist, junge Menschen aus verschiedenen Ländern für die zukünftige Zusammenarbeit zusammenzubringen und mehr Erfahrung über den Schutz der Donau und die nachhaltige Entwicklung in der Region zu sammeln. Nach einer vom UNIS-Besucherdienst organisierten Führung durch das VIC referierte Benedikt Mandl von der Internationalen Kommission für den Schutz der Donau (IKSD) über die Bedeutung der internationalen wirtschaftlichen, sozialen und umweltpolitischen Zusammenarbeit und warnte vor den Gefahren des Klimawandels (wie z.B. Hochwasser) für unser tägliches Leben. Er betonte auch die Notwendigkeit, Wasser als  Kernelement in der gemeinsamen sozialen Verantwortung für Unternehmen zu schützen. „Wir sollten nicht nur Umwelt-Fundamentalisten, sondern vielmehr integrative Partner sein“, schloss Mandl. Während einer interaktiven, lebhaften Debatte mit Vertretern des NGO-Friedenskomitees diskutierten die Schülerinnen und Schüler über die Bedeutung des Friedens sowie über Konfliktvermeidung, Arbeit mit Flüchtlingen und die Ächtung und das Verbot von Atomwaffen. Die Teilnehmer bekamen einen Überblick, wie die verschiedenen NGOs mit den Vereinten Nationen zusammenarbeiten, um Frieden und Bürgerbeteiligung zu fördern. Die NGO-Vertreter haben die jungen Menschen auch ermutigt, an interkulturellen Initiativen aktiv teilzunehmen, wie etwa an gemeinsamer Gartenarbeit oder an den „Radfahren für den Frieden“-Touren in die Post-Konfliktländer, um Brücken des interkulturellen Verständnisses und Respekts zu bauen. Dies stimmt auch mit den Worten von UNO-Generalsekretär Ban Ki-Moon für den diesjährigen Internationalen Friedenstag überein: „Friede ist ein langer Weg, den wir gemeinsam gehen müssen – Schritt für Schritt, von heute an“.  Angesichts der aktuellen Konflikte und humanitären Katastrophen hat sich die Friedenswahrung zu einem globalen Thema für jeden von uns entwickelt: „Frieden und Sicherheit sind die wesentlichen Grundlagen für den sozialen Fortschritt und eine nachhaltige Entwicklung“. Alle Teilnehmer am Friedenstag konnten nach der Veranstaltung die Friedensglocke auf der Memorial Plaza des Vienna International Centre läuten und damit die Welt an die Notwendigkeit erinnern, sich für unsere gemeinsame Zukunft im Frieden zu vereinen.