Projekte und Angebote 
Workshops - Seminare - Vorträge - Bereitstellung von Informationsmaterial/Ausstellungen

 
Workshops
Exkursion: "Spurensuche entlang der Donau"
Ausgehend vom Donauschwäbischen Zentralmuseum führt die Exkursion zu verschiedenen Orten in Ulm, die einen Bezug zur donauschwäbischen Geschichte haben. Die Teilnehmer lernen die Anlegeplätze der Ulmer Schachteln kennen, sehen, wo die Donauschwaben sich vor ihrer Abfahrt aufgehalten haben und erfahren viel aus der Stadtgeschichte Ulms, vor allem der des 17. und 18. Jahrhunderts. Mit historischen Stadtplänen und Stadtansichten wird das heutige Stadtbild mit dem vor 300 Jahren verglichen.
Theater-Workshop: "Das Wandern ist ... Lust?"
Vermittelt werden in diesem Workshop die Bereiche: Ansiedlungspolitik der Habsburger Monarchie, Beweggründe für die Auswanderung im 18. und 19. Jahrhundert, Erfahrungen der Ansiedler, Methodik der Quellenarbeit, Umgang mit Text- und Bildquellen.
Anfang und Ende des Workshops bilden szenische Darstellungen der Referenten und Teilnehmer, die die Rolle der Auswanderer übernehmen.
Geflüchtet, Verstoßen, Vertrieben
Über zehn Jahre - seit dem Jahr 1938 - dauerte eine der größten und unmenschlichsten Bevölkerungsverschiebungen der Geschichte. Im östlichen und südöstlichen Europa wurden von dieser Entwicklung etwa 21 Millionen Menschen erfasst. Nicht enthalten sind hierin die sechs Millionen europäischen Juden, die im Zuge der nationalsozialistischen „Endlösung“ deportiert und ermordet wurden. Auch die Menschen in den donauschwäbischen Siedlungsgebieten waren betroffen. Zum Ende des Zweiten Weltkrieges und in der Nachkriegszeit wurden viele gezwungen, ihre Heimat zu verlassen. Flucht, Vertreibung und Deportation führten sie in viele Staaten Europas, nach Amerika und in die Sowjetunion. Denjenigen, die am Heimatort zurückblieben, erging es oft nicht viel besser: Sie wurden inhaftiert, enteignet, entrechtet und noch lange Zeit diskriminiert. Die Teilnehmer lernen die unterschiedlichen Situationen der Deutschen in den Ländern Südosteuropas kennen. In Rollenspielen und Quellenarbeit erfahren sie mehr über das Leid der Deportierten und Vertriebenen, aber auch über die Integration der Donauschwaben in den 1950er und 1960er Jahren in Deutschland.
Südosteuropäische Impressionen
  1. "UNGARN - MEHR ALS PUSZTA, PIROSCHKA UND PAPRIKA"
  2. "RUMÄNIEN - MEHR ALS ZIGEUNER, DRACULA UND STRAßENKINDER"
  3. "SERBIEN UND KROATIEN - OHNE VORURTEILE"

Im Mittelpunkt dieser Workshops steht die Tatsache, dass Europa in den letzten Jahren einerseits näher zusammengewachsen ist, sich andererseits aber auch eine Vielzahl von neuen Aufgaben und Problemen ergeben haben. Ausgehend von den Kenntnissen der Teilnehmer, die sich vielfach auf Bilder und Klischees der jeweiligen Länder beschränken, versucht die Veranstaltung diese in ihrer regionalspezifischen Ausprägung vorzustellen. Dabei werden die verschiedenen Bereiche Geschichte, Kultur, Politik und Wirtschaft mit unterschiedlichen Methoden bearbeitet.

Tanzworkshop: "Tanzen ist grenzenlos"
Musik und Tanz sind Ausdruck einer Stimmung, eines Lebensgefühls. So können sie unabhängig von Sprachen als grenzüberschreitendes Verständigungsmittel verstanden werden, das von der Kultur und Philosophie des Ursprungslands berichtet. In den Tanzworkshops lernen die Teilnehmer Elemente verschiedener Volkstänze kennen, wobei sowohl die deutschen Siedlungsgebiete als auch regionalspezifische Musik und Tänze anderer Ethnien berücksichtigt werden.
Museumsspiel: "Ein Ticket nach Südosteuropa"
Mit Hilfe eines Fragenkataloges erkunden die Teilnehmer die Dauerausstellung des Donauschwäbischen Zentralmuseums. Dabei werden die wesentlichen Bereiche der Kultur und Geschichte der Donauschwaben berücksichtigt. Neben der Beschäftigung mit einzelnen Fragen wird das Spiel durch praktische Tätigkeiten wie das Zusammenstellen donauschwäbischer Gewänder, das Herstellen einer Ulmer Schachtel u.a. ergänzt. Eine umfassende Auswertung des Spieles mit allen Teilnehmern vertieft den Erkenntnisgewinn.
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Seminare
Ein Tanzkleid für Katharina - Frauen und Männer als Siedler in Südosteuropa
Ziel des Seminars ist die Darstellung der geschlechterspezifischen Rolle von Frauen und Männern im Kontext der Siedlungsgeschichte der deutschen Minderheiten in Südosteuropa vom 18. bis zum 20. Jahrhundert. In den drei historischen Ebenen: 1. Auswanderung; 2. Leben im Siedlungsgebiet; 3. Flucht, Vertreibung, Integration und Neuanfang werden Fragen nach Rollenentwicklung und Rollenverhalten nachgegangen. Grundsätzlicher Bezug ist dabei die Geschichte der deutschen Siedlungsgebiete in Südosteuropa. Am Beginn des Kurses steht die Untersuchung von Werbepatenten und schriftlichen Quellen von Auswanderern, wobei vor allem auf das „Nichtvorkommen“ der Frauen und deren angenommene Präsenz in den schriftlichen Äußerungen der „Obrigkeit“ darzustellen ist. Parallel dazu wird nach dem Frauen- und Männerbild unter dem besonderen Aspekt der Migration, nach identitätsstiftenden Selbstbildern und historischen (Fremd-)Bildern der Auswanderer gefragt. In einem zweiten Schritt wird das Leben im Siedlungsgebiet dargestellt und untersucht. Unter dem Aspekt „Wer hat bisher an sie gedacht! Die Frau des Auswanderers“ wird nach der Rolle von Frauen und Männern in der neuen Heimat gefragt. Am Abschluss des Kurses steht die Beschäftigung mit Fragen der Integration und Assimilation nach dem Zweiten Weltkrieg: Hier wird sowohl nach der spezifischen Erlebniswelt der Frauen (Trümmerfrauen) als auch nach der der Männer (Kriegsteilnehmer, Gefangener, Rückkehrer) gefragt.

Zwei Schwestern Zwei Schwestern - Eine schwäbische Passion. Die Geschichte der Kulturlandschaft Banat unter besonderer Berücksichtigung der Kultur und Geschichte der deutschen Minderheit
Ziel des Seminars ist die Darstellung der Kulturlandschaft Banat unter besonderer Berücksichtigung der Kultur und Geschichte der deutschen Minderheit vom 18. bis zum 20. Jahrhundert. Grundlage ist das Theaterstück „Zwei Schwestern - Eine schwäbische Passion" von Hans Kehrer. Das 1980 entstandene Stück ist einer der be-kanntesten und meistgespielten Texte der deutschen Bühnenliteratur in Rumänien. „Zwei Schwestern“ – das sind zwei Bäuerinnen in einem banatschwäbischen Dorf in Rumänien, die Bilanz ihres Lebens ziehen – exemplarisch für die Geschichte der gesamten Gemeinschaft. Anhand des Bühnenstückes kann die gesamte Siedlungsgeschichte der Deutschen im Banat und ihrer Nachbarn dargestellt und untersucht werden. Einen besonderen Schwerpunkt bilden die Ereignisse des 20. Jahrhunderts.
Spätaussiedler, Dortbleiblen und Rückkehrer - Die Siebenbürger Sachsen als Pendler zwischen Ost und West
Kaum einer kennt die kleine deutsche Minderheit aus Rumänien, die am möglichen Ende ihrer über 850jährigen Geschichte nun in alle Winde verstreut lebt. Es sind „Vertriebene ohne Vertreibung“, denn die Siebenbürger Sachsen sind meist nicht wie andere Deutsche in Osteuropa aus ihrer angestammten Heimat vertrieben worden. Dennoch ist ihre Migration auch eine schmerzliche Spätfolge des Zweiten Weltkriegs. Nach dem Fall des Eisernen Vorhangs sind 90 Prozent der Siebenbürger Sachsen ausgereist. Die Geschichte ihrer Aus- und ihrer Rück-wanderung und die Lebenssituation in der neuen Heimat sind Thema dieses praxisorientierten Seminars. Die Teilnehmer werden angeregt, selbst Zeitzeugen in Ulm über ihre biographischen (Um-)Brüche zu befragen: Inter-viewtechniken und Gesprächsführung werden im Kurs vorbereitet, das Ergebnis der eigenen Recherche in der Gruppe präsentiert und diskutiert.
Der leere Himmel - Reise in das Innere des Balkans
Es ist kein Zufall, dass auf dem Balkan der Erste Weltkrieg ausgelöst wurde, wie es auch kein Zufall ist, dass nach dem Zusammenbruch des sozialistischen Jugoslawien die alten Konflikte wieder aufbrachen. Wie schwer sie abzubauen sind, das zeigen auch die jüngsten Auseinandersetzungen. Die Geschichte der südosteuropäi-schen Länder ist in ihrem Verlauf weniger die Geschichte seiner heutigen Staaten, denn diese sind relativ jung, vielmehr ist es vor allem die sehr bewegte Geschichte seiner Völker: der Kroaten, Serben, Slowenen, Ungarn, Bulgaren, Rumänen, Albaner und Griechen. Ziel des Seminars ist, die Teilnehmer in diese weithin unbekannte Welt, die Welt des Balkans, einzuführen. Im Mittelpunkt stehen dabei die Länder: Kroatien, Serbien, Montenegro, Bosnien und Herzegowina, Bulgarien, Rumänien, Albanien, Mazedonien, Griechenland und der europäische Teil der Türkei.
Vielvölkerstaat oder Völkergefängnis - Die Habsburger Monarchie und das Multiethnische Zusammenleben in den Donauschwäbischen Siedlungsgebieten
Das "Habsburger Experiment" ist von den Historikern seit dem Ende der Donaumonarchie regelmäßig neu bewertet worden. Dies vor allem der Vermächtnisse wegen, die ihr Fall quer durch das Europa des 20. Jahrhunderts verstreut hat. Besonders seit den frühen 90er Jahren wuchs das Interesse vor dem Hintergrund des Zusammenbruchs des kommunistischen Osteuropa. Plötzlich schien die Auflösung des Habsburger-Systems oder -reiches bedeut- und vielleicht sogar lehrreich. Eine grundlegende Frage ist nach wie vor, inwieweit Österreich-Ungarn im frühen 20. Jahrhundert ein lebenskräftiges oder im Sterben liegendes Gebilde war, und welches die Fakten gewesen sind, die 1918 seinen Zusammenbruch verursacht haben. Dies um so mehr, als wir heute im Europa der Völker auf einen freiwilligen Zusammenschluss in einem neuen, größeren Vielvölkerstaat zusteuern. Wie und ob dieser Vielvölkerstaat funktionierte oder ob die Völker der Habsburger Monarchie tatsächlich in einem Völkergefängnis lebten, wird im Seminar untersucht.
Zwischen Okzident und Orient - Der Beitritt Rumäniens und Bulgariens zur Europäische Union im Jahr 2007
Nicht nur die Sage von Graf Dracula hat Rumänien ein düsteres Image verpasst. Die aktuelle Darstellung in den Medien konzentriert sich – was Rumänien betrifft – in der Regel auf Nachrichten aus den Bereichen Straßenkinder, Zigeuner und Korruption. Oder gibt es keine guten/positiven Nachrichten? Rumänien ist ein Land mit vielen Gesichtern, es ist das Land, das - zwar nicht geographisch aber vielfach in der Wahrnehmung des Westens - Okzident und Orient teilt, das die westliche Kultur und Geschichte ebenso verinnerlicht hat wie die des Balkans. Ähnliches gilt für Bulgarien, das sich zwar zu seiner Balkanherkunft bekennt - heißt doch die bulgarische Fluglinie „Balkanair“ - in der Wahrnehmung aber ebenso nebulös wie gefährlich daherkommt. Ziel des Kurses ist daher, ein Bild der neuen Mitglieder der Europäischen Union zu zeichnen, dass von den Schrecken der Klischees befreit wird. Beide Länder sollen – so weit dies möglich ist – erfahr- und erlebbar gemacht werden, mit ihren Geschichten und ihrer Geschichte, den Menschen und Mentalitäten und nicht zuletzt als Bestandteile Europas, die sie sind und immer waren.
Tartlau/Prejmer (Rumänien) Der Deutsche Ritterorden vollendet den Bau der Kreuzkirche 1225. Heimat Deutschland?
Seminar der Kulturreferentin für Südosteuropa in Zusammenarbeit mit der Frauenakademie Ulm
März - Juni 2008

Das Seminar behandelt die deutsche Geschichte von den Anfängen bis zur Gegenwart. Dabei wird Fragen nachgegangen: Was ist dieses Deutschland eigentlich und wie ist es geworden, was es ist? Ist es Heimat und was ist Heimat überhaupt? Warum schrieb Heinrich Hoffmann von Fallersleben 1841 im Lied der Deutschen „Deutschland, Deutschland über alles“ und nur wenige Jahre später Heinrich Heine 1844 „Denk ich an Deutschland in der Nacht, so bin ich um den Schlaf gebracht.“

Im Mittelpunkt des Seminars steht nicht nur die Vermittlung von Daten und Fakten zur deutschen Geschichte, sondern immer  auch der „kleine Mann“ (resp. „die kleine Frau“), also die Alltagsgeschichte der Deutschen. An konkreten Beispielen werden  auch Fragen nach der „Heimat Deutschland“ und nach Ursachen und Folgen der Auswanderung nach Ost und West diskutiert.


Der Kurs richtet sich ausschließlich an Frauen und findet im Donauschwäbischen Zentralmuseum statt.
Termine jeweils dienstags, 11. März, 8. April, 22. April, 6. Mai, 10. und 17. Juni 2008,
jeweils 8.30–10.00 und 10.15–11.45 Uhr
Anmeldung nur über die  Frauenakademie der Volkshochschule, Ulm (Tel. 0731 – 15 30 47)

Das Wappen von Baden-Württemberg Baden-Württemberg
Einführung in die Geschichte unter besonderer Berücksichtigung der Migrationen in und aus den deutschen Siedlungsgebieten in Ostmittel- und Südosteuropa

Seminar der Kulturreferentin für Südosteuropa in Zusammenarbeit mit der Frauenakademie Ulm
Dienstag, 13. Oktober 2009, 8.30–11.45 Uhr

Im Mittelpunkt des im Sommersemester 2009 begonnenen Kurses stehen vor allem Fragen nach dem Fremden und dem Vertrauten. In der Wahrnehmung der anderen bleiben wir schnell am Fremden, an der Andersartigkeit hängen. Das gilt schon für die Rivalität zwischen Badenern und Württembergern, die sich seit alters her gern aneinander reiben. Dabei wird übersehen, dass keine der Gruppen in sich homogene Gebilde sind, die schon immer in Baden oder Württemberg lebten. Viele von ihnen waren Migranten. Den Schicksalen derjenigen, die in das „Ländle“ einwanderten und Heimat suchten, und jener, die auswanderten, als sie hier keine Zukunftschancen mehr sahen, soll im Kurs nachgegangen werden. Die historische Entwicklung der beiden Länder wird durch Biografien von Badenern und Württembergern ergänzt.

Der Kurs richtet sich ausschließlich an Frauen und findet im Donauschwäbischen Zentralmuseum statt.
Termine jeweils dienstags, 3./17./31. November; 08. Dezember 2009, jeweils 8.30 bis 11.45 Uhr
Anmeldung nur über die Frauenakademie der Volkshochschule, Ulm (Tel. 0731/15 30 47)

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Vorträge
Es stehen folgende Referate und Diavorträge zur Verfügung:
  1. Donau abwärts treibt mein Boot - Geschichte und Kultur der Donauschwaben
  2. Die Banater Architektur des 18. Jahrhunderts
  3. Die josephinische Musterkirche in der Habsburger Monarchie und die Typisierungsmodelle barocker Prägung im Banater Landkirchenbau des 18. Jahrhunderts
  4. Das sakrale Denkmal im Banat im Kontext zur mitteleuropäischen Skulptur und Plastik des Barockzeitalters
  5. Das Donauschwäbische Zentralmuseum in Ulm
  6. Die Jugendveranstaltung der Kulturreferentin für Südosteuropa „In weiter Ferne so nah – Südosteuropa gestern und heute“
  7. Der rumänische Künstler Nicolae Razvan Mincu: „Lichtspiele“
  8. Der Künstler Constantin Brancusi (1876 – 1957)  
Darüber hinaus vermittelt die Kulturreferentin Referenten, die sich thematisch mit der Kultur und Geschichte Südosteuropas befassen.
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Jugendveranstaltung
"In weiter Ferne so nah - Südosteuropa gestern und heute"

Bilder der Veranstaltungen: November 2002 , Oktober 2003 und Oktober 2004

Zielsetzung/Inhalt
Eine der Aufgaben der Kulturreferentin für Südosteuropa ist die Vermittlung der Kultur der deutschen Siedlungsgebiete in Südosteuropa. Diese Vermittlungsaufgabe erstreckt sich auf alle Bevölkerungsschichten und Altersgruppen. Maßnahmen für die Jugend haben hierbei eine besondere Priorität: Auch wenn wir alle beteiligt sind am Bau eines geeinten Europa, so sind es doch die Jugendlichen, in deren Händen die Zukunft Europas liegt. Dafür ist es wichtig, dass die Jugend nicht nur die Geschichte des eigenen Landes kennt, sondern sich auch mit der Geschichte des gesamten Kontinents befasst. Wichtig ist es, ihnen historische Zusammenhänge auf zu zeigen und interkulturelle Kontakte zu ermöglichen, sowie das Bewusstsein und das Wissen um historische und kulturelle Herkunft. Bezüglich der Kultur und Geschichte deutscher Kulturlandschaften in Südosteuropa heißt das einerseits, dass diese Bereiche als Bestandteile der deutschen Geschichte bewahrt und vermittelt werden. Andererseits kann aber durch die Vermittlung regionaler Besonderheiten ein wichtiger Beitrag zum Verständnis des vermeintlich „Fremden“ geleistet werden. Jugendlichen und jungen Erwachsenen wird in dieser Wochenendveranstaltung, die sich aus verschiedenen Workshops, Seminaren, Spielen und Exkursionen zusammen setzt, die Kultur und Geschichte der deutschen Siedlungsgebiete in Ostmitteleuropa und Kenntnisse über die heutigen Staaten in Ostmitteleuropa vermittelt.

Methodik
Die Jugendveranstaltung setzt sich aus verschiedenen Modulen (Workshops, Seminare etc.) zusammen. Sie wird mit 10 – 15 Referenten durchgeführt, die in den letzten Jahren für diese Aufgabe gewonnen werden konnten und die sich alle durch eine hohe Professionalität und ein ungewöhnliches Engagement auszeichnen. Die Veranstaltung kann im Donauschwäbischen Zentralmuseum durchgeführt werden, ist aber methodisch so angelegt, dass sie auch an verschiedenen anderen Orten angeboten werden und durchgeführt werden kann. Teile der Veranstaltung wurden inzwischen auch in die kulturelle Breitenarbeit der südosteuropäischen Landsmannschaften übernommen und werden von diesen mit Unterstützung der Kulturreferentin für Südosteuropa durchgeführt. Adressaten der Veranstaltung sind Jugendliche und junge Erwachsene ab dem 16. Lebensjahr, die über die überregionale Öffentlichkeitsarbeit bzw. persönliche Kontakte zu verschiedenen Institutionen (Schulen, Bildungseinrichtungen etc.) gewonnen werden. Seit dem Jahr 2003 werden auch Gäste aus Südosteuropa eingeladen, so dass Begegnung in grenzüberschreitenden Kontakten tatsächlich ermöglicht wird. Inzwischen ist die Jugendveranstaltung von einer Teilnehmerzahl von ursprünglich 40 Jugendlichen auf 80 Jugendliche angewachsen.

Perspektiven der Jugendveranstaltung
Nachdem die Jugendveranstaltung zwischen 2002 und 2004 mehrfach erfolgreich in Deutschland stattfand, wurde im Jahr 2005 erstmals der Versuch unternommen, die Veranstaltung in einem der Partnerländer durchzuführen. Der Vorschlag dazu wurde von den ausländischen Gästen der Veranstaltung im Oktober 2004 unterbreitet. Dieser Versuch bietet vor allem auch den deutschen Teilnehmern die Möglichkeit, ein konkreteres Bild eines südosteuropäischen Lands zu vermitteln. Gleichzeitig wird die Methodik: Workshops und Seminare vermitteln altersgerecht Kultur und Geschichte, diskutiert und in die Partnerländer transportiert. Dafür nehmen die jeweiligen Referenten der Workshops ebenfalls an den Veranstaltungen im Ausland teil und schulen die Partner aus den entsprechenden Ländern (Rumänien, Serbien, Kroatien und Ungarn). Die Kontakte werden damit ausgebaut und die Jugendveranstaltung bekommt einen breiteren Bezugsrahmen. Nachdem die Veranstaltung 2005 erstmals in Rumänien stattfand, wurde sie im Jahr 2006 als Bestandteil des deutsch-ungarischen Kulturjahres des Bundes in Ungarn durchgeführt. In Ulm findet sie einmal jährlich im Spätherbst statt. Im Jahr 2007 ist geplant, die Veranstaltung in Hermannstadt durchzuführen, um damit einen Beitrag zur Kulturhauptstadt Europa Hermannstadt 2007 zu leisten.

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Bereitstellung von Informationsmaterial
Bisher stehen 5 Wanderausstellungen zur Verfügung:
Das Informationsmaterial umfasst leicht transportable Wanderausstellungen, die z.T. aus Quick-Screen-Elementen bestehen. Die Ausstellungstexte sind in deutscher Sprache. Zusätzliches Informationsmaterial wie Faltblätter und Plakate informieren über die Ausstellung. Die Ausstellungen bestehen aus 10 – 20 Displayelemen-ten in den Maßen 90 x 220 cm. Jedes Element ist in einer eigenen Tasche verpackt, die Taschen sind leicht transportabel. Die einzelnen Displayelemente können schnell und leicht aufgebaut werden. Für die Kirchen-, die Rumänienausstellung und die Ausstellung Hermannstädter Theater existieren Begleitbroschüren.

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Rumänien - Eine europäische Kulturlandschaft
Wanderausstellung der Kulturreferentin

Die Kulturlandschaft Rumäniens ist geprägt vom jahrhundertelangen Zusammenleben der rumänischen Mehrheitsbevölkerung sowie der ungarischen und der deutschen Minderheit. Deren wechselseitige Beziehung schuf ein vielfältiges kulturelles Erbe, das in Europa kaum bekannt ist. Die Ausstellung zeigt hervorragende Beispiele von Baukunst, Geschichte und Kultur und macht mit der wunderschönen Landschaft Rumäniens bekannt. Das hier entstandene Kulturerbe gehört historisch zu Mitteleuropa. Ausgewählte Denkmäler wie die bemalten Kirchen der Bukowina, die Kirchenburgen in Siebenbürgen oder das Weltnaturerbe Donaudelta dokumentieren dies. Nach den politischen Veränderungen der jüngsten Vergangenheit ist das Land auf dem Weg in die Europäische Union. Die Ausstellung möchte dazu beitragen, die Öffentlichkeit für das kulturelle Erbe des zukünftigen EU-Partners zu interessieren. Die Ausstellung ist eine Gemeinschaftsproduktion der folgenden Institutionen: Donauschwäbisches Zentralmuseum (Ulm), Museum Europäischer Kulturen (Berlin), Ethnographisches Museum (Brasov/Rumänien), Kulturreferentin für Südosteuropa am Donauschwäbischen Zentralmuseum (Ulm), Nationalmuseum für Geschichte Rumäniens (Bukarest), Auswärtiges Amt (Berlin), Rumänische Botschaft (Berlin), Deutsch-Rumänisches Forum (Berlin).

Nächste Stationen:
20.01. - 18.02.2007 im Heimathaus Traunreut
19.02. - 19.03.2007 im Rathaus Ebersberg
21.03. - 30.04.2007 im Bukowina-Institut, Augsburg
10. - 23.05.2007 im Landtag Nordrhein-Westfalen
11.05. - 10.06.2007 in der Volkshochschule Fellbach
25.-28.05.2007 auf den Heimattagen der Siebenbürger Sachsen in Dinkelsbühl
11.06 - 11.07.2007 in der Hypovereinsbank in Hof
07.07.-07.08.2007 im Rahmen der Rumänischen Woche in Beratzhausen b. Regensburg
26.04.-09.05.2008 anläßlich des LänderFestivals Rumänien in der Volkshochschule Stuttgart
02.05.-08.06.2008 anläßlich des 25 jährigen Bestehens der Kreisgruppe des Verbandes der Siebenbürger Sachsen im Haus der Landsmannschaft in Pforzheim

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Donauschwäbische Kultur und Geschichte
Wanderausstellung der Kulturreferentin

Inhaltlich orientiert sich die Wanderausstellung an der Dauerausstellung des Donauschwäbischen Zentralmuseums (Ulm): „Räume – Zeiten – Menschen“. Die einzelnen Elemente haben folgende Themen: Das Donauschwäbische Zentralmuseum in Ulm, Die donauschwäbischen Siedlungsgebiete, Migration von West nach Ost - Die Auswanderung der Donauschwaben im 18. und 19. Jahrhundert nach Südosteuropa, Leben auf dem Land, Leben in der Stadt, Nachbarn, Nationalitäten, Flucht, Vertreibung, Deportation, Neubürger, Leben im Sozialismus, Europa nach 1989

Kirchenausstellung
Steingewordener Glaube
Kirchliche Architektur im Banat im 18. Jahrhundert


Termine: siehe unten

Die Ausstellung zeigt sowohl die Entstehungsgeschichte der sakralen Architektur des Banats als auch die gegenwärtige Situation der Baudenkmäler. Zum ersten Mal wird damit eine Gesamtschau des Themas präsentiert, das zu den wichtigsten Kennzeichen der Banater Kulturlandschaft gehört. Grundlage sind moderne Architekturfotos, die mit historischen Aufnahmen sowie Plan- und Kartenmaterial korrespondieren. Zur Ausstellung ist eine Begleitbroschüre in deutscher und rumänischer Sprache erschienen. Die Realisierung der Ausstellung ist zahlreichen Sponsoren und Helfern zu verdanken. Beigetragen haben dazu die Donauschwäbische Kulturstiftung des Landes Baden-Württemberg, die Landsmannschaft der Banater Schwaben, die Landsmannschaft der Donauschwaben und die Sparkasse Ulm.
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Ausstellung 50 Jahre Deutsches Staatstheater Hermannstadt - 425 Jahre Deutsches Theater in Hermannstadt - Das Deutsche Theater von Hermannstadt - Gestern und heute
Wanderausstellung der Kulturreferentin

Ziel der Ausstellung ist die Darstellung der Bedeutung des Theaters für das städtische Leben Hermannstadts. Dabei wird auf die seit dem 16. Jahrhundert bestehende Tradition eingegangen, wie auch auf den Stellenwert der Theaterkunst als Identitätsfaktor der deutschen Minderheit im heutigen Rumänien. Im Gegensatz zu Temeswar kann man in Hermannstadt auf eine noch längere Entwicklung und eine – zeitweise – sehr aktive Präsenz des Theaters in der Stadt verweisen. Die Ausstellung wurde in Kooperation mit dem Institut für Donauschwäbische Kultur und Geschichte (Tübingen), dem Donauschwäbischen Zentralmuseum (Ulm), dem Haus des Deutschen Ostens (München), dem Ministerium für Kultur und Kultus (Bukarest) und der Kulturreferentin für Südosteuropa am Donauschwäbischen Zentralmuseum (Ulm) realisiert. Die Ausstellung wurde im November anlässlich des 50. Jubiläums des Theaters in Hermannstadt eröffnet und wird anschließend als Wanderáusstellung in Rumänien und Deutschland an verschiedenen Orten präsentiert.

Die Ausstellung wurde von der Kulturreferentin für Südosteuropa zusammen mit dem DZM und dem Institut für donauschwäbische Geschichte und Landeskunde in Tübingen produziert.
Blick auf das Banater Dorf Schöndorf/Frumuseni (Rumänien) Das Banat – Eine Reise nach Europa
Wanderausstellung der Kulturreferentin für Südosteuropa

Das Banat ist eine historische Region in Rumänien, Ungarn und Serbien, hier leben heute noch viele Ethnien miteinander. Das reiche Kulturerbe des Landes, die Menschen, die abwechslungsreiche und schöne Landschaft und herausragende architektonische Zeugnisse werden in der Ausstellung gezeigt. Im Zentrum steht das Kulturerbe der Banater Schwaben, aber auch das der anderen hier vertretenen Gruppen. Damit erscheint das Banat als ein Europa in Miniatur, in dem das multiethnische Zusammenleben über Jahrhunderte funktionierte.

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Das Deutsche Theater in Temeswar in Vergangenheit und Gegenwart
Wanderausstellung der Kulturreferentin

Die Ausstellung entstand anlässlich des 250jährigen Bestehend des deutschen Theaters in Temeswar. Sie präsentiert die Geschichte des Theaters in Vergangenheit und Gegenwart. Präsentiert werden Aspekte des deutschen Minderheitentheaters in Südosteuropa mit dem Schwerpunkt Rumänien. Die Ausstellung besteht aus Kappaplatten und Bilderrahmen. Die Ausstellung entstand in Kooperation mit dem Institut für Donauschwäbische Geschichte und Landeskunde der Universität Tübingen, dem Donauschwäbischen Zentralmuseum (Ulm) und der Kulturreferentin für Südosteuropa am Donauschwäbischen Zentralmuseum (Ulm).

Hermannstadt und Siebenbürgen - Eine Europäische Kulturlandschaft
Präsentation zur Kulturhauptstadt Europa 2007
 - geplant! -

Hermannstadt wird im Jahr 2007 Kulturhauptstadt Europas zusammen mit Luxemburg sein. Anlässlich dieses Ereignisses konzipiert und realisiert die Kulturreferentin für Südosteuropa eine Wanderausstellung, die im Jahr 2007 in Hermannstadt sowie an verschiedenen Orten in Deutschland präsentiert wird. Im Mittelpunkt steht die Darstellung der Stadtgeschichte, der Menschen und des Umlandes. Die vorgestellten Ortschaften aus dem Umkreis Hermannstadts werden nach einem einheitlichen Muster behandelt. Am Beginn steht eine geographische Einordnung des Ortes im Naturraum gefolgt von einem historischen Abriss der Ortsgeschichte. Dem Lageplan wird die entsprechende Luftbildaufnahme gegenübergestellt. Eine allgemeine Ortsansicht illustriert den Text. Daran schließt sich die Darstellung der wichtigsten Bauten wie Burg, Kirche mit Orgel und Altarbild, repräsentative Hausfassaden, Kunstgegenständen und Kostbarkeiten aus Kirchenschätzen an, die mit erläuternden Texten untertitelt sind. Die Ausstellung ist ein Kooperationsprojekt der Kulturreferentin für Südosteuropa, des Donaubüros Ulm und der Donauschwäbischen Kulturstiftung des Landes Baden-Württemberg.