Geschichte des Museums

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Museumseroeffnung

Nach einer fünfjährigen Aufbauphase wurde das Museum am 8. Juli 2000 eröffnet. In seiner ständigen Ausstellung zeigt es die Geschichte der Donauschwaben vom ausgehenden 17. Jahrhundert bis in die Gegenwart. Leitgedanke bei der Ausstellungskonzeption war die Einbettung der Geschichte der Donauschwaben in den geografischen und historischen Zusammenhang des südöstlichen Europas. In einem historischen Rundgang werden in 13 Themenräumen wichtige Stationen donauschwäbischer Geschichte vorgestellt: von der Auswanderung nach Ungarn über das Zusammenleben in Dörfern und Städten bis hin zu politischen Veränderungen im 20. Jahrhundert.

Das DZM wird betrieben von der gleichnamigen Stiftung, die wiederum wird getragen von der Stadt Ulm, dem Land Baden-Württemberg, der Bundesrepublik Deutschland und den vier donauschwäbischen Landsmannschaften. Es ist bundesweit das einzige Museum, das die Geschichte der Donauschwaben umfassend und auf wissenschaftlicher Grundlage darstellt. Grundlage für die Finanzierung durch die öffentliche Hand ist das Gesetz über die Angelegenheiten der Vertriebenen und Flüchtlinge (Bundesvertriebenengesetz – BVFG). Dort ist geregelt, dass der Bund und die Länder das Kulturgut der Vertreibungsgebiete in dem Bewusstsein der Vertriebenen und Flüchtlinge, des gesamten deutschen Volkes und des Auslandes erhalten sollen.

Seit der Eröffnung hat sich das DZM aktiv in die deutsche und die südosteuropäische Museumslandschaft eingebracht und zahlreiche Projekte mit Partnerinstitutionen durchgeführt. Das Museum hat formelle Partnerschaften mit Museen in Sathmar/Satu Mare, Arad, Temeswar/Timişoare und Reschitza/Reşiţa (alle Rumänien), Novi Sad (Serbien) und Pécs (Ungarn). In Ergänzung zu zahlreichen lokalen Heimatstuben der Donauschwaben, die meist von Heimatortsgemeinschaften betrieben werden, befasst sich das DZM mit allen donauschwäbischen Siedlungsgebieten zwischen Budapest und Belgrad.

Das Museum hat inzwischen eine Sammlung von 45.000 Exponaten, von denen nur ein kleiner Teil in der ständigen Ausstellung zu sehen ist. Die Sammlung, die kontinuierlich erweitert wird, dient als materieller „Geschichtsspeicher“ der donauschwäbischen Kultur und Geschichte. Neben der ständigen Ausstellung zeigt das Donauschwäbische Zentralmuseum jährlich drei bis sechs Wechselausstellungen zu unterschiedlichen Themen. In erster Linie sind dies historische oder kulturhistorische Ausstellungen, teilweise mit Kooperationspartnern aus dem südöstlichen Europa, teilweise auch Kunstausstellungen. Darüber hinaus ist das Museum auch Veranstaltungsort für Lesungen, Vorträge und Seminare und Begegnungsort, zum Beispiel im Café Budapest beim Internationalen Museumstag.